„Himmelsleiter“ als Rettungsweg: Der Henne-Damm wird fest-tauglich

Über die „Himmelsleiter“, hier in der Simulation, gelangen Besucher hinauf zum Damm. Die Treppe soll in eine solche Aussichtsplattform münden. Foto: Stadt Meschede

Meschede.   Den Henne-Damm erklimmen können Besucher künftig aus dem Tal über die 56 Meter hohe „Himmelsleiter“. Münden wird diese Treppe in eine Meschede zugewandte Aussichtsplattform – sie soll den Gästen nach dem Willen der Planer zeigen, „so nah seid ihr an der Stadt“. Und zur anderen Seite hin soll der See dann den Betrachter regelrecht „umhauen“.

Mut bei Gestaltung zeigen

Das Material der Treppe steht noch nicht fest, man orientiert sich in der Gestaltung etwas an der neuen Großtreppe am Dortmunder Phönix-See. Die Politiker ermutigten die Planer, bei der Gestaltung durchaus Mut zu zeigen: Denkbar wäre dann eine auffallende Treppe aus rostigem Stahl.

Damm wird breiter und freier

Um den Besucher oben „umzuhauen“, wird der Henne-Damm freigemacht. Die Bäume am Hang werden gefällt, die Hecke bleibt, der jetzige Betriebsbereich vorne am Damm verschwindet. Künftig kann man bis an die Kante der Talsperre. Derzeit ist der Damm zwischen 5,60 und 8,60 Meter breit, demnächst 10,40 Meter.

Und diese Breite soll zum Beispiel auch dauerhaft für das „Seefest“ komplett ausgenutzt werden: Die Neukonzeption nämlich macht den Damm endgültig wieder „fest-tauglich“.

Zwei Fluchtwege

Nach den verschärften Sicherheitsbestimmungen für Großereignisse hatte der Damm diese Tauglichkeit verloren. Künftig erfüllt die „Himmelsleiter“ auch die Anforderungen an einen möglichen Rettungsweg (der bisher fehlte). Und um ganz sicher zu gehen, wird ein zweiter Rettungsweg angelegt: Als flache Rampe, die schräg über den Damm an den jetzigen Serpentinenweg anschließt. Dem „Seefest“ steht nichts mehr im Wege.

Sehen wird man vom Damm aus auch die neue Insel im Hennesee. Eine Insel? Ja, die jetzige Halbinsel auf der östlichen Seeseite wird freigegraben.

Künstlich und kunstvoll

Über eine Brücke oder eine Furt soll sie erreichbar sein. Der Wald darauf wird ausgedünnt. Sie wird nicht zu einer künstlichen Insel, sondern buchstäblich zur „Kunst-Insel“. Regionale Künstler sollen darauf ihre Werke zeigen – denkbar ist so etwas wie die „Tide-Kunst“, die die Planer in Wales entdeckten: Figuren die, je nach Wasserstand, im Wasser verschwinden oder daraus auftauchen.

Quelle: Jürgen Kortmann, erschienen in Westfalenpost – Westfälische Rundschau, Lokalausgabe Meschede vom 14.09.2012

Dieser Beitrag wurde unter Hennedamm abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.