Weiteres Kleinod still und leise fertiggestellt

Henne-Aue lockt schon jetzt Erholungssuchende. Nur Bepflanzung und Beschilderung fehlen noch

Der Henne-Boulevard ist jetzt auch in der Henne-Aue fertiggestellt. Es fehlen noch die letzten Anpflanzungen – Foto: Ute Tolksdorf

Der Henne-Boulevard ist jetzt auch in der Henne-Aue fertiggestellt. Es fehlen noch die letzten Anpflanzungen – Foto: Ute Tolksdorf

Den Winziger Platz hat Meschede unter großer Anteilnah­me der Bevölkerung offiziell eröff­net. Zur Einweihung des Henne­parks gab es ein Bürgerfest. Heim­lich still und leise ist ein weiteres Kleinod, das zur Regionale gehört, noch vor dem Winter fertiggestellt worden: die Henne-Aue. Damit ist der drei Meter breite Henne-Boule­vard zwischen Staumauer und Hen­nemündung in die Ruhr begehbar. Aber nicht immer ist er leicht zu finden. „Doch da sind wir dran“, ver­spricht Bauleiter Michael Klauke.

Auch bei Dunkelheit begehbar
Sonst ist alles im Zeit-und Finanz­plan. Erst im Juni begannen die Bag­ger die Henne aufzugraben. Bö­schungen wurden aufgehoben. Das Gewässer erhielt ein breiteres Bett und führt nun in Schleifen vonder Staumauer weg – vorbei an der Schule unter dem Regenbogen und entlang der Straße am Rauten­schemm Richtung Kreishauspark­platz. Mit Totholz, Kies-Inseln und Störsteinen wurde die Fließge­schwindigkeit verlangsamt. „Sehen Sie, hier haben sich schon Buchten gebildet und Sediment lagert sich ab. Das ist doch toll, wie schnell sich das Gewässer verändert.“ Man merkt Klauke an, dass er von der neuen Ansicht des Flusses vollkom­men begeistert ist. Bänke, Müll­eimer und Lampen stehen auf dem angrenzenden barrierefreien Boule­vard. Die Henne-Aue ist auch bei Dunkelheit begehbar. Noch sieht al­les ein wenig trist aus.„Bäume an­pflanzen können wir erst im November“, erläutert Klauke. „Die Rest-Einsaat machen wir im Früh­jahr.“ Eine Brücke führt nun am Spielpunkt an der Schule unter dem Regenbogen über die Henne. Der Boulevard geht dann weiter Rich­tung Hennepark. Dort macht Klau­ke auf eine weitere Neuerung auf­merksam, die erst im Zuge der Bau­maßnahmenalsIdeeentstanden ist: Vier Tafeln informieren über die Entstehung des Parks,über die Ge­wässer-Renaturierung und den Jüdi­schen Friedhof.
Eine „Baustelle“ – das weiß der Mitarbeiter der Stadt – hat der Hen­ne-Boulevard noch: Das ist seine Beschilderung. Zwischen Guten­bergstraße, der Ampelüberquerung bei Schröjahrs, über Mühlengasse und Elektro-Kramer am Kreishaus muss man sich durchwursteln. „Wir überlegen noch, wie wir das ma­chen, ob mit Schildern oder Markierungen.“
Und dann gibt es noch eine echte Baulücke: Hinter Elektro-Kramer soll der Boulevard in Zukunft noch den Hennepark mit der Mühlengas­se verbinden. Dafür müssen aber noch die Fragen des möglichen Grunderwerbs sowie der Schaffung des Baurechts geklärt werden.
Direkt Freude hat Klauke daran, wie gut die Strecke in der Henne-Aue jetzt schon angenommen wird. „Ich war jetzt mal hier, da waren alle Bänke besetzt“, sagt er. „Und sehen Sie mal da oben den Trampelweg!“ Vonder Straße am Hübbelsberg scheinen sich regelmäßig Men­schen über die Wiese durchzu­kämpfen in die Henne-Aue – einfach weil es dort so schön aussieht.

Quelle: Westfalenpost – Westfälische Rundschau, Lokalausgabe Meschede vom 02.11.2013

 

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