Treppe hinauf zum See

328 Stufen können Spaziergänger demnächst hinauf zum Hennesee bewältigen. Meschede bekommt am Damm der Talsperre ein neues Wahrzeichen: Die „Himmelstreppe“.

Der Zugang zur Himmelstreppe. 328 Stufen führen von hier aus hinauf zur Dammkrone – Foto: Jürgen Kortmann

Der Zugang zur Himmelstreppe. 328 Stufen führen von hier aus hinauf zur Dammkrone – Foto: Jürgen Kortmann

30 Tonnen an rostendem Stahl werden hier verbaut. 328 Stufen sind dann einmal zu bewältigen. 55 Meter an Höhenunterschied können dann überwunden werden. Am Hennedamm beginnt gerade die „Himmelstreppe“ zu wachsen – ein neues Wahrzeichen für Meschede entsteht. Keine Sorge übrigens: Es handelt sich um Flugrost, die Treppe wird natürlich nach Fertigstellung nicht weiter rosten.Hier an dieser Stelle endet der Henne-Boulevard: „Durch die Himmelstreppe wird die Stadt mit dem See verbunden“, freut sich Heinz Hiegemann, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Infrastruktur in der Stadtverwaltung. Bauleiter Rafael Czochara ergänzt: „Ich finde es genial, wenn der See näher an die Stadt geholt wird.“

Feiern auf dem Damm wieder möglich
Zwei Millionen Euro soll die Aufwertung des Hennesees kosten, finanziert zu 80 Prozent über die „Regionale“ und aus Tourismusmitteln der Europäischen Union. Rund 350 000 Euro entfallen auf die Himmelstreppe und den neuen 100 Meter langen Fluchtweg, der vom Hennedamm auf den Weg unterhalb der Dammkrone führen wird. Nach der Katastrophe bei der Love-Parade in Duisburg, erinnert Heinz Hiegemann, sind die Sicherheitsauflagen allgemein verschärft worden: „Faktisch hätte der Damm nie mehr für Veranstaltungen genutzt werden können.“ Künftig gibt es im Abstand von 60 Metern Möglichkeiten, im Notfall den Damm verlassen zu können. Damit kann darauf auch wieder gefeiert werden.

Treppe mündet in Aussichtsplattform
Zwei bis drei Wochen wird die Montage aller Stufen dauern. Das Eingangsportal unten ist schon fertig gestellt, darauf der Schriftzug, dass man ab hier künftig die „Himmelstreppe“ besteigt. Ein Clou gegenüber der ursprünglichen Planung: In den Handlauf für die Spaziergänger wird eine LED-Beleuchtung integriert – bei Dunkelheit wird es aus der Ferne aussehen, als zöge sich eine Lichtlinie oder eine Lichtschlange den Damm hinaus.

Sie wird von der B 55 und aus der Stadt zu sehen sein. Münden wird die Treppe in einer neuen Aussichtsplattform, die sieben Meter über den Damm hinaus in Richtung Stadt ragen wird. Baubeginn hier: Mitte Juni, die Ausschreibung für die Arbeiten läuft.

Die Freigabe der Himmelstreppe erfolgt Ende des Jahres, wenn auch die Aussichtskanzel fertiggestellt sein wird.

Quelle: Westfalenpost – Westfälische Rundschau, Lokalausgabe Meschede vom 10.05.2014

Dieser Beitrag wurde unter Aktuell abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.