Die letzten Großbaustellen starten

Die Innenstadt-Auffrischung geht in die nächste Runde. Zunächst beginnen in dieser Woche die Arbeiten rund um den Ruhrplatz, dann kommt die Gestaltung der neuen Ruhr-Promenade an die Reihe. Bis Ende Oktober sollen dann alle Arbeiten in der Innenstadt abgeschlossen sein.

Bauleiter Michael Klauke – Foto: Jürgen Kortmann

Bauleiter Michael Klauke – Foto: Jürgen Kortmann

Mehr Raum für Fußgänger
Am Ruhrplatz an der Bäckerei ist bereits das Pflaster aufgerissen worden. Hier wird jetzt zunächst eine neue Wasserleitung verlegt. Der scharfe Knick beim Übergang der Le-Puy-Straße in die Kolpingstraße wird beseitigt, die bisherige Abbiegespur fällt weg. Fußgänger und Radfahrer bekommen mehr Raum, die Aufenthaltsqualität soll steigen. In Höhe der Stelzenkinder wird der Gehweg von jetzt zwei auf 4,75 Meter deutlich verbreitert. Auch vor dem Schuhhaus und der Dominante werden die Freiflächen deutlich größer. Statt einer wird es künftig zwei Ampeln geben – eine kommt zwischen Dominante und Bäckerei hinzu. Außerdem entsteht ein behindertengerechter Übergang an der Ruhrbrücke, zwischen Pizzeria und Dominante. Fertigstellung hier: Ende Juli.Freitreppe ragt zur Ruhr
Erster Teilabschnitt ist der Bereich von der Ruhrbrücke bis zum Winziger Platz. Als Kernstück entsteht auf dem alten Park-Gelände an der Ruhr eine neue Freitreppe in Form eines Winkels, mit Blick auf den Fluss, 21 Meter lang, fünf Meter quer – der „Hennestiege“ ähnelnd, der neuen Freitreppe an der Sparkasse. Ein 5,50 Meter breiter Geh- und Radweg führt daran entlang. Installiert werden Anlehnbügel für Radfahrer, die hier Pause machen. Fertigstellung: Ebenfalls Ende Juli.

Eingang zur Fußgängerzone
Der Bereich am Stadtmodell wird „entrümpelt“. Das Modell bleibt, aber alle Mauern rundum werden abgebaut, die Beleuchtung und das Pflaster erneuert. Entstehen wird eine große Freifläche.

Verkehrsfragen
Zwischen Winziger Platz und Kampstraße wird die Fritz-Honsel-Straße einspurig und Einbahnstraße. Durch die wegfallende Fahrspur entstehen zwölf neue Parkplätze. Im Bereich der Feuerwehr bleibt die Straße zweispurig.

Das Meschede-Center
Zur Anbindung des Meschede-Centers an dessen Parkplätze an der Kolpingstraße entsteht eine neue Brücke über die Ruhr: Aus Stahl, 40 Meter lang, 2,50 Meter breit. Die Kosten übernimmt Center-Investor Hubert Bövingloh, nach Fertigstellung geht die neue Brücke ins Eigentum der Stadt über. Die Ausschreibung für den Brückenbau durch den Investor kommt in Kürze. Bürgermeister Uli Hess bestätigt auf Anfrage: „Ein starkes Signal“ dafür, dass das Center jetzt auch kommen werde. Auf Kosten des Investors wird auch die Fritz-Honsel-Straße im Bereich des neuen Center-Nordausgangs um 30 Zentimeter angehoben, damit Kunden bequemer hineingelangen.

Die Grün-Frage
Entlang der Ruhr-Promenade entsteht bis zum Kreisverkehr eine neue Hainbuchen-Hecke. Sie wird niedrig gehalten, um immer einen Blick auf die Ruhr werfen zu können. Auf der ganzen Länge werden außerdem 20 bis 25 neue Bäume gepflanzt. Bauleiter Michael Klauke verspricht: „Es wird wieder grün.“ Gepflanzt werden Hainbuchen und Erlen, außerdem – in Absprache mit Imkern – gezielt solche Bäume, von denen Bienen profitieren können.

Grau statt rot
Eines von vielen Details: Meschedes rotes Pflaster gehört der Vergangenheit an. Es verschwindet zunächst komplett am Ruhrplatz. Eingebaut wird stattdessen das anthrazit-farbene Pflaster, wie an der Henne. Auch das rote Pflaster rund ums Meschede-Center wird komplett ersetzt.

Der Fluss
Auf 450 Meter Länge, von der Ruhrbrücke bis zum Kreisverkehr, wird die Ruhr selbst renaturiert. Die Arbeiten beginnen Anfang Juli, nach der Laichzeit der Fische. Die Ruhr soll nicht mehr langweilig geradlinig fließen, sondern erhält Ausbuchtungen und Flachwasserzonen, dazu neue Bäume an den Böschungen.

Das Geld
Die Umgestaltung der Kreuzung am Ruhrplatz kostet 200 000 Euro, die Ruhr-Promenade eine Millionen Euro. 70 Prozent sind aus „Regionale“-Mitteln abgedeckt. Die Ruhr-Renaturierung kostet 125 000 Euro, zu 90 Prozent Gelder der EU. Die Aufträge sind an heimische Unternehmen gegangen.

Quelle: Westfalenpost – Westfälische Rundschau, Lokalausgabe Meschede vom 12.05.2014

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