Meschede erhält Platz zum Verweilen und für Veranstaltungen

Es wird das Erste, was die Radtouristen, die den Ruhrtalradweg herunterradeln von der Mescheder Innenstadt  sehen: Ein großer freundlicher Platz vor der Ruhrbrücke mit  der Möglichkeit,  das Fahrrad anzuschließen, Pause zu machen und einen Schluck Wasser zu nehmen.

Die weißen Betonstufen begrenzen den Platz an der Ruhrbrücke. Bauleiter Michael Klauke nimmt probeweise Platz – FOTO: Ute Tolksdorf

Die weißen Betonstufen begrenzen den Platz an der Ruhrbrücke. Bauleiter Michael Klauke nimmt probeweise Platz – FOTO: Ute Tolksdorf

„Im besten Fall nutzen das die Radfahrer und schlendern im Anschluss durch die Fußgängerzone oder besuchen unsere Gastronomie.“ Michael Klauke ist überzeugt von dem, was er gerade baut: „Das wird richtig schön!“
Nach dem Henneboulevard und der Ruhrbrücke ist der Bauleiter zurzeit zuständig für den Platz vor der Ruhrbrücke: 114 weiße Betonstufen bieten Platz zum Sitzen, zwei große Bäume spenden schon jetzt Schatten, sieben weitere werden noch gepflanzt. „Das werden wieder Hainbuchen wie am Winziger Platz“, sagt Klauke. Diese seien sehr robust und für die Anforderungen in der Innenstadt deshalb besonders gut geeignet. „Und sie werden deutlich größer sein als die, die wir am Winziger Platz gepflanzt haben. Das ist wichtig, damit es – nachdem wir hier so viele Bäume fällen mussten – schnell wieder grün wird.“
Um die Aufenthaltsqualität komplett zu machen, werden auch zwei Liegen aufgebaut, die sich je nach Sonneneinstrahlung ausrichten lassen. Klauke: „Das ist eine Idee aus dem Jugendwettbeweb Take your Chance“, die hier verwirklicht wird.
„Dazu kommt eine ausrangierte Telefonzelle, die als öffentlicher Bücherschrank fungiert.“ Dort kann man jederzeit ausgelesene Bücher einstellen oder selbst Bücher mitnehmen. Ebenfalls eine Idee aus dem Jugendwettbewerb.Auch eine Idee aus den Mescheder Stadtgesprächen wird an dem Platz verwirklicht: Die Stadt baut einen Trinkbrunnen ein, gesponsert von der Hochsauerlandwasser. Hygienisch einwandfrei wird das Wasser regelmäßig durchgespült. Eine Anregung der Gruppe „Mescheder Wasser“.

Automat mit Flickzeug
Klauke: „Außerdem gibt es einen Automaten mit Materialien für die Fahrradreparatur, Infotafeln zum Ruhrtalradweg und zur Regionale, zehn Fahrradbügel, an denen man sein Rad anschließen kann, Bodenstrahler und Bänke – zum Teil mit Aufstehhilfen.“ Viel mehr ist nicht drin, sonst wird es zu eng. Denn der Platz mit seinen abgesenkten Bordsteinen und dem eigenen Anschluss-Kasten für die Stromversorgung bietet auch eine prima Freifläche für Veranstaltungen.Das Kernstück aber sind die weißen Betonstufen, „eine echte Liebhaberei“, schwärmt Klauke von der Arbeit des kleinen Sauerländer Betonwerkes, das auch die Stufen am Winziger Platz hergestellt hat. Sie führen hinunter Richtung Wasser und laden ein, Pause zu machen.Anders als am Winziger Platz halten sie aber etwas Abstand zum Fluss. Es bleibt ein Grünstreifen, der regelmäßig gemäht wird und ein extensiv bewirtschafteter Pflanzstreifen direkt an der Ruhr. Auch jetzt – zwischen Bagger und Rüttelmaschinen – weht dort ein laues Lüftchen. Klauke: „Das wird richtig schön!“

Quelle: Westfalenpost – Westfälische Rundschau, Lokalausgabe Meschede vom 25.07.2014

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