Grüne Inseln und Fische im Asphalt

Blick vom Chillin’: Zurzeit wird hier der Weg vom Hennedamm in das Wäldchen geschoben. Der Weg wird noch asphaltiert und verbindet in Zukunft Damm und Anlegestelle FOTO: Ute Tolksdorf

Blick vom Chillin’: Zurzeit wird hier der Weg vom Hennedamm in das Wäldchen geschoben. Der Weg wird noch asphaltiert und verbindet in Zukunft Damm und Anlegestelle – FOTO: Ute Tolksdorf

Der Hennedamm wird breiter und ein neuer Fußweg führt zum Schiffsanleger

Zwei große Ziele verfolgt die Stadt Meschede bei ihren Bauarbeiten rund um Henne und Hennesee: Der See soll besser mit der Stadt verbunden werden und der Damm als Veranstaltungsort wieder nutzbar werden. Deshalb wird am See zurzeit kräftig gearbeitet. „Wir verbreitern die Dammkrone, bauen die Aussichtsplattform und den Hennestieg – so heißt die Verbindung zwischen Damm und Schiffsanleger“, erläutert Bauleiter Rafael Czochara. Bis Ende des Jahres sollen auch diese Arbeiten abgeschlossen sein.

Freischwebend soll hier schon bald – vom Ende der Himmelstreppe aus – eine Aussichtsplattform sieben Meter ins Tal reichen – FOTO: Ute Tolksdorf

Freischwebend soll hier schon bald -
vom Ende der Himmelstreppe aus -
eine Aussichtsplattform sieben Meter
ins Tal reichen – FOTO: Ute Tolksdorf

Noch nicht abgeschlossen ist die Himmelstreppe. Auch wenn es dort zurzeit ruhig wirkt, „es wird regelmäßig weiter gebaut“, versichert Czochara. Momentan werde zum Beispiel das Beleuchtungssystem in den Handlauf eingebaut. Das geschehe aber in der Werkstatt.
Hat man die 56 Meter hohe Treppe erklommen, soll man schon bald auf einer  Aussichtsplattform landen, die etwa sieben Meter freitragend über dem talseitigen Dammbauwerk schwebt und, so ist Czochara sicher, „einen tollen Blick auf die Stadt ermöglicht.“
Auch der Henne-Damm wird gerade verändert. Schon zu sehen ist: Er wird deutlich breiter. Czochara: „Der bisherige Grünstreifen entfällt fast komplett. So können Spaziergänger noch näher an die Seeseite gehen.“ Außerdem sei das – genau wie die schon erkennbaren zusätzlichen Fluchtwege – eine Forderung gewesen, wenn man den Damm wieder als Veranstaltungsort nutzen wolle.
Der Damm selbst soll auch attraktiver werden: Lampen sollen optische Akzente setzen, vier „grüne Inseln“ als „Rückzugs“- und Aufenthaltsbereich dienen. Dort werden künftig auch die Stahlbänke platziert, die sich jetzt bereits auf dem Damm befinden. Es werden die Formen von Zander, Barsch und Hecht, also Fische die tatsächlich im See schwimmen, in den Asphalt eingearbeitet und auch die „Sitz-Inseln“ nehmen diese Umrisse in ihrer Gestaltung auf.

Barrierefreier Weg
Was man vom Chillin’ aus auch schon sieht: Es entsteht der Fußweg durch den Wald – an der Hennesee-Residenz vorbei – Richtung Schiffsanleger. Auch dieser wird asphaltiert und durch seine geringe Steigung barrierefrei für Kinderwagen und Rollatoren gut nutzbar. An mehreren Stellen sollen Aussichtsplattformen entstehen, von denen man auf den See blicken kann. „Zwischendurch gibt es zwei Abkürzungen über Treppenanlagen“, sagt Czochara. Und am Schiffsanleger entsteht noch ein barrierefreier Ankunftsplatz.
„Was jetzt noch für eine durchgängige Verbindung zwischen Stadt und See fehlt, ist die Strecke zwischen Winziger Platz und Henne-Park“, sinniert sein Kollege Michael Klauke, der für den Bau des Henne-Boulevard zuständig war. Das sei zurzeit für Ortsfremde kaum zu finden. Möglich wäre eine durchgehende farbliche Markierung: „Am Feinschliff dafür arbeiten wir gerade.“

Quelle: Westfalenpost – Westfälische Rundschau, Lokalausgabe Meschede vom 31.07.2014

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.